Letzte Veröffentlichungen

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Auf dem Weg zum Ruhestand (1. Oktober 2008) ein neues Buch!

"Nürnberg-Bilder aus 150 Jahren"

Kritik von Klaus Schamberger (Spezi), Abendzeitung v. 26. 7. 2008

Neues Nürnberg-Buch zeigt einmalige Einblicke

Stadtarchivar Helmut Beer veröffentlichte seinen letzten Bildband

Nürnberg Da wird man in der Stadt lang suchen müssen - bis man einen findet, der die Geschichte Nürnbergs genauer kennt als Helmut Beer. Das gilt zumindest für die letzten 150 Jahre, seit es die Fotografie gibt.

Helmut Beer (62) ist promovierter Historiker (Thema seiner Dissertation: "Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945"), leidenschaftlicher Leica-Fotograf und Leiter des städtischen Bildarchivs. Er verwaltet rund 700 000 Fotografien aus allen Epochen, die nur ein Thema haben: Nürnberg. Und die meisten dieser Aufnahmen kennt Helmut Beer. Er kennt aber auch die Geschichten hinter der Oberfläche, die historischen Zusammenhänge: "Bilder", sagt er, "muss man lesen können".

Dass er es kann, beweisen seine Veröffentlichungen. In den letzten 20 Jahren sind von dem rastlosen Bildersammler über 30 meist sehr edle, für den Nürnberg-Liebhaber aber vor allem unabdingbare Bildbände erschienen.

Von der – leider eingestellten – Reihe "Nürnberger Erinnerungen", über "Fotoschätze aus dem Stadtarchiv", "Nürnberger Wirtshausgrüße - eine Lokalgeschichte in Ansichtskarten" bis zur Entdeckung des jüdischen Fotografen Kurt Triest " Nürnberg um 1933" oder der Bildband eines berühmten zeitgenössischen Fotokünstlers "Horst Schäfer sieht Nürnberg".

 

Seit gestern gibt es Helmut Beers neustes und umfangreichstes Werk - und möglicherweise sein letztes. Mit dem Band "Nürnberg-Bilder aus 150 Jahren" verabschiedet sich der leidenschaftliche Foto-Archivar in den Ruhestand.

Nürnberg-Bilder aus 150 Jahren - Titel

"Nürnberg-Bilder aus 150 Jahren"

Rund 150 Schwarzweiß-Fotos vom Jahr 1850 bis heute hat Helmut Beer zusammengetragen, und dabei die besten Nürnberg-Lichtbildner ausgewählt. Unter anderem Ferdinand Schmidt (1869 bis 1909), Kurt Triest (1907 bis 1985), Ray D'Addario (geb. 1920) und Horst Schäfer (geb. 1932).

[...] Der Band "Nürnberg-Bilder aus 150 Jahren" ist im W. Tümmels Verlag Nürnberg gedruckt und erschienen. 168 Seiten, 150 Fotos, Auswahl und Bildtexte von Helmut Beer, erhältlich im Buchhandel und im Handwerkerhof, 24,80 Euro.

K.S.

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"Das alte Nürnberg vor der Zerstörung"


"Das alte Nürnberg vor der Zerstörung"

Die Fotografien von Edgar Titzenthaler 1933 bis 1935

Das alte Nürnberg vor der Zerstörung

Die Fotografien von Edgar Titzenthaler 1933 – 1935.
Herausgegeben von Helmut Beer.
Tümmel-Verlag Nürnberg 2008.

„Der Staatlichen Bildstelle der Preußischen Akademie der Künste ... haben wir das schönste photographische Werk zu verdanken, das nach maßgebenden Urteilen überhaupt jemals von einer Stadt angefertigt worden ist. Und wir können mit Stolz und Freude feststellen: Diese Stadt heißt N ü r n b e r g.“

Mit diesen begeisterten Worten leitete der „Fränkische Kurier“, Nürnbergs damals verbreitetste Tageszeitung, im Februar 1936 einen Bericht zur Eröffnung einer Ausstellung mit den Fotos von Edgar Titzenthaler ein.

Der Berliner Fotograf hatte in zweieinhalbjähriger Arbeit eine fotografische Bestandsaufnahme der wichtigsten Baulichkeiten und Kunstschätze der Nürnberger Altstadt gefertigt, die 1935 zum 50jährigen Jubiläum der Staatlichen Bildstelle in Berlin und wenige Monate später in Nürnberg gezeigt wurde.

Die Fotodokumentation, von dem Nürnberger Kunsthistoriker Friedrich Kriegbaum begleitet, hatte in wundervollen, kunst- und bauhistorisch angelegten Aufnahmen das damals gültige Bild der am besten erhaltenen historischen Großstadt in Deutschland festgehalten.

Zehn Jahre später war diese großartige historische Altstadt, von Nationalkonservativen und Nationalsozialisten als die Verwirklichung „deutschen Bauens“ und deutsche Symbolstadt gefeiert, unwiederbringlich zerstört – eines der vielen schrecklichen Ergebnisse des von diesen Kreisen angezettelten Zweiten Weltkriegs.

Dr. Helmut Beer, bis vor kurzem Leiter des Bildarchivs im Nürnberger Stadtarchiv, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Bildbände zur Nürnberger Geschichte, hat zum Ende seiner aktiven Dienstzeit eine Auswahl der schönsten Fotografien von Ferdinand Titzenthaler in einer Ausstellung des Archivs präsentiert. Zeitgleich erscheint dieser Band mit den Fotos der Staatlichen Bildstelle.

Er zeigt in einer noch breiteren Auswahl Beispiele des damals noch vorhandenen künstlerischen und baulichen Reichtums. Helmut Beer setzt sich auch mit dem damaligen stark völkisch glorifizierten Nürnberg-Bild auseinander.

Damit liegt in kompakter und gediegener Form wieder ein Bildband vor, der die alte Stadt noch einmal in gültigen, technisch gelungenen Aufnahmen in unsere Erinnerung stellt.

 

 

 

 

Im Oktober 2009 kam in gleicher Ausstattung anlässlich des 100. Todesjahrs von Ferdinand Schmidt, dem wohl wichtigsten Nürnberger Fotografen des 19. Jahrhunderts, ebenfalls im Tümmel Verlag der von mir herausgegebene Bildband "Das alte Nürnberg des Ferdinand Schmidt. Fotografien von 1860 - 1909." in die Buchhandlungen (206 Seiten. ISBN 978-3-940594-15-0). Ursprünglich für eine zu diesem Gedenkjahr geplante Ausstellung gedacht, die ich dann nicht mehr verwirklichen konnte, enthält das Buch die wichtigsten Schmidtschen Nürnberg-Aufnahmen mit ausführlichen stadthistorischen und fotogeschichtlichen Erläuterungen und eine Darstellung des Schmidtschen Schaffens. Noch in meinem letzten Dienstjahr 2007/08 nach der Revision des Bildbestandes von Ferdinand und Georg Schmidt im Stadtarchiv begonnen, schließe ich mit diesem Bildband meine stadtgeschichtlichen Darstellungen ab, auch wenn es noch viel zu tun gäbe.

 

Nürnberger Nachrichten -
Es war einmal

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